Brückenschlag als Werk für Generationen

Gemeinderat Phil Eicher und Gemeindeschreiber André Abegg präsentieren Bilder der geplanten Holzbrücke über die Steiner Aa – ein Brückenschlag mit bleibendem Wert für die Bevölkerung. Bild: Erhard Gick

Über die Steiner Aa soll zum 900-Jahr-Jubiläum der Gemeinde Steinen eine Fussgängerbrücke zwischen Mühlegasse und Bitzi gebaut werden.

Erhard Gick

Feste sind vergänglich und werden nur in Erinnerung bleiben. Zum Jubiläum 900 Jahre Gemeinde Steinen soll aber etwas Bleibendes, Nachhaltiges entstehen. «Wir möchten einen Brückenschlag für Generationen vollziehen. Dazu ist eine Fussgängerbrücke über die Steiner Aa geplant. Sie soll Quartiere miteinander verbinden», sagt Phil Eicher, Gemeinderat Steinen. Zusammen mit Gemeindeschreiber André Abegg stellte er das Projekt vor.

«Es soll ein Werk für Generationen werden. Die Vorteile einer Fussgängerbrücke zwischen der Mühlegasse und der Bitzi liegen auf der Hand. Sie verbindet nicht nur neue, grosse Quartiere miteinander, sie ist gleichzeitig auch eine sichere Schulwegverbindung der östlich gelegenen Quartiere mit dem Dorf», erklärt André Abegg. Das Projekt soll an der Gemeindeversammlung vom 2. Dezember der Bevölkerung vorgestellt werden. «Wir möchten das Geschäft am 12. März 2023 zur Abstimmung bringen. Danach wird der Gemeinderat das Baubewilligungsverfahren einleiten. Läuft es optimal, könnten wir die Brücke im Rahmen unseres Gemeindegeburtstages im 2024 einweihen», erklärt Phil Eicher das weitere Vorgehen.

Nachhaltiges Projekt im Agglomerationsprogramm

In der Tat ist die Brücke eine ideale Ergänzung, ein Brückenschlag zwischen den Quartieren Spiegelberg/Bitzi, der Mühlegase und dem Dorf Steinen. Wie André Abegg und Phil Eicher erläutern, ist die Erstellung einer Fussgängerbrücke über die Steiner Aa innerhalb der Massnahme «Anpassungen Fusswegnetz» in der Gemeinde Steinen zweifelsohne das Leuchtturm-Projekt.

Wie eingangs erwähnt, ist der Brückenschlag ein bleibendes Werk für die Bevölkerung, welches Jahrzehnte über das Gemeindejubiläum hinaus der Bevölkerung zweckdienlich sein wird. «Unser Dorfkern ist kompakt gewachsen, und unsere Wege sind und sollen kurz sein», hält Gemeinderat Phil Eicher weiter fest. Dazu hat sich die Gemeinde denn auch ein Motto gegeben: «Die Gemeinde mit den kurzen Wegen». Eicher und Abegg erinnerten daran, dass im Rahmen des Agglomerationsprogrammes bereits Projekte umgesetzt werden konnten. Mit den beiden neuen Fusswegverbindungen Frauholz und Bahnhof West konnten bereits zwei Fusswegverbindungen innerhalb dieses Programmes erfolgreich umgesetzt werden.

Grosser «Unterstützungsbatzen» des Bundes

Mit den betroffenen Landeigentümern wurden bereits erfolgreiche Verhandlungen für das für den Brückenbau benötigte Land geführt. Sagt das Stimmvolk im Frühjahr 2023 Ja zum Projekt, kann es realisiert werden, sofern keine Einsprachen erfolgen.

Für die Erstellung der Fussgängerbrücke über die Steiner Aa kann die Gemeinde erneut vom Agglo-Programm des Bundes profitieren, weil mit der Brücke eine direkte und attraktive Fusswegverbindung vom Ortszentrum in die Siedlungsgebiete Bitzi/Spiegelberg/Husmatt geschaffen würde. Für die Erstellung einer hochwassersicheren Fussgängerbrücke muss gemäss Projektbeschrieb mit Kosten von 400000 Franken gerechnet werden. An den Realisierungskosten würde sich der Bund im Rahmen des Agglomerationsprogrammes mit Bundesbeiträgen in der Höhe von rund 100000 Franken beteiligen, lässt Phil Eicher durchblicken.

Die Brücke ist als Trogbrücke mit einem Haupttragwerk in Holzbauweise gestaltet. Die direkt begehbare Brückenplatte wird in zweischichtiger UHFB-Bauweise erstellt. UHFB ist ein ultrahochfester, zementgebundener Faserverbundbaustoff. Im Gegensatz zu Beton ist UHFB rissefrei, wasserdicht und voll Frost-/Tausalz-beständig. Im inneren Kantonsteil wurden schon mehrere Brücken in dieser Bauweise gebaut. Für den Bau der Brücke hat man auch die Meinung des Schwyzer Denkmalschutzes eingeholt. Das Urteil fällt positiv aus, weil sich die Brücke ideal ins Ortsbild einfüge.

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